Beate Passow:
Die politische Installations-, Foto- und Collagekünstlerin ist die Preisträgerin des GABRIELE MÜNTER PREISES 2017.

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung durch Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig am 14. März 2017 in der Akademie der Künste in Berlin. Mit ihr werden weitere 19 Finalistinnen ausstellen.

Die Jury würdigt mit dem Preis die konsequente künstlerische Haltung in Passows Gesamtwerk. “Die Künstlerin legt sich in keiner Weise auf ein Bildprogramm fest. Mit unterschiedlicher künstlerischer Technik setzt Frau Passow fragwürdigen Herrschaftssystemen, übermäßiger Ökonomisierung des Individuums und einer zunehmenden Überwachung ihren Blick und ihre Kamera entgegen. Der Gabriele-Münter-Preis geht an eine Künstlerin, deren Geschichtsverständnis, die eigene Biografie und die kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und politischen Bedingungen der Gegenwart zum Thema haben”, heißt es im Juryurteil.

Jury:

  • Prof. Ines Bruhn (Künstlerin und Kuratorin, BBK, Zwickau/Chemnitz)
  • Prof. Birgit Hein (Akademie der Künste, Berlin)
  • Ulrike Kremeier (Direktorin dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus)
  • Ute Pauling (Kulturredakteurin bei WDR/ARD)
  • Prof. Ulrike Rosenbach (Preisträgerin des GMP 2004)
  • Rein Wolfs (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn)
  • Dr. Martina Gräfin von Bassewitz (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
  • Dr. Gerlinde Förster (GEDOK)
  • Marianne Pitzen (Frauenmuseum, Bonn)
  • Ulla Windheuser-Schwarz (BBK)

Die 1945 in Stadtoldendorf, Kreis Holzminden, Niedersachsen, geborene Beate Passow ist Absolventin der Akademie der Bildenden Künste in München. Sie wurde ausgezeichnet  mit dem Kunstpreis der Landeshauptstadt München. Die Künstlerin lebt in München.